12.03.2012

12. März 2012 - Vortrag von Graf Dr. med. Wilhelm zu Dohna

Ist die Schweiz für Deutsche Ausland für Anfänger? Eine Schlüsselfrage, die Wilhelm zu Dohna, Verfasser des Buchs „Kann ein Deutscher Schweizer sein?”, am Clubabend des SDW München im Paulaner am Nockherberg vor rund 40 Mitgliedern und Gästen zu beantworten versuchte. „Als Deutscher, der in die Schweiz auswandert, denkt man oft, dass man in der gleichen Kultur und in der gleichen Sprache bleibt. Das sehe ich als großen Irrtum!“, so zu Dohna.  Trotz Jahrhunderte alter Verflechtungen zwischen beiden Ländern gelte für ihn: „Die Schweiz ist ein anderes Land, sie hat eine andere Kultur.“ Ein Umstand, der von vielen deutschen Auswanderern häufig nicht ausreichend beachtet werde.

Eine weitere bedeutsame These zu Dohnas für erfolgreiche Integration: der Schweizer Dialekt. „In der Schweiz wird man erst dann richtig wahrgenommen, wenn man die Sprache der Einheimischen spricht“. Dazu will zu Dohna Neuankömmlingen Mut machen, wenn das auch nicht immer ganz einfach in die Praxis umzusetzen ist. Zu Dohna meinte aber, dass jeder halbwegs sprachbegabte Mensch das schaffen könne. Die Belohnung für diese Mühen: „Wer die Mundart lernt, dem öffnen sich viele Türen und Tore und die Leute gehen viel herzlicher mit einem um.“ Mit der Sprachbarriere fielen auch vielfältige Hemmungen und Reserviertheiten weg.

Die unterschiedliche politische Tradition beider Länder bringe es auch mit sich, so eine weitere These zu Dohnas, dass die Deutschen ein eher obrigkeitliches Denken hätten. „In der Schweiz ist es“, berichtete Dohna über seine persönlichen Alltagserfahrungen im eidgenössischen Medizinbetrieb, „eher so, dass alle ihre Meinung demokratisch einbringen können. Dass zum Beispiel der Oberarzt in einer Klinik befiehlt, das kennt man in der Schweiz eher nicht.“

Alle diese Standpunkte führten im Anschluss an den Vortrag noch zu einer lebhaften,  interessanten, aber teilweise auch kontroversen Diskussion. Ein wichtiger zentraler Aspekt, der sich aus dem regen Meinungsaustausch herauskristallisierte und den die meisten teilen konnten: die regionale Herkunft  spielt für Schweizer wie für Deutsche eine entscheidende Rolle für eine erfolgreiche  Integration und für ein von gegenseitigem Verstehen geprägtes Miteinander.

Vita: Wilhelm zu Dohna, Jahrgang 1956, Dr. med., ist in Deutschland aufgewachsen und hat in Basel Medizin studiert. Danach hat er eine Ausbildung zum Facharzt der Anästhesiologie in Basel und Genf durchlaufen. Er war anschließend Leitender Arzt in Brig / Wallis. Seit 2000 ist er als Belegarzt im Berner Lindenhofspital tätig.



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